Republik im Konflikt

Urs Hafner:
»Republik im Konflikt«
Schwäbische Reichsstädte und bürgerliche Politik in der frühen Neuzeit
ISBN 3-928471-36-8, Leinen, 276 Seiten, 16 Abb., 39,00 Euro 

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Süddeutsche Städte wie Überlingen, Reutlingen, Biberach, Ulm und Ravensburg haben viel zur vormodernen Geschichte des Politischen zu erzählen, auch für das 17. und 18. Jahrhundert - wenn man sie denn befragen will. In der jüngeren Vergangenheit ist dies allerdings kaum geschehen.

Unter dem Eindruck des Triumphs der absoluten Monarchien blickten auch viele "Aufklärer" mit Geringschätzung auf die kleinen, sich dem Fortschritt verweigernden schwäbischen Reichsstädte herab. Doch wurden andererseits diese - oft als "Republiken" bezeichneten - eminent politischen, freiheitlichen Gemeinwesen schon von den Zeitgenossen in einen Traditionszusammenhang gerückt, der seinen Ausgangspunkt in den spätmittelalterlichen norditalienischen Stadtstaaten hat, im Verlauf der Frühneuzeit weitgehend verschüttet wurde und es bis heute auch weitgehend geblieben ist.

Urs Hafners narrativ ausgerichtete Studie rekonstruiert vergangene republikanische Konfigurationen, die ihre Basis in den innerstädtischen Konflikten finden, wobei am Anfang die politische Praxis der sich widersetzenden Bürger steht.

Die verschwundenen Republiken werden hier nicht etwa als möglicher Ausweg aus gegenwärtigen gesellschaftlichen Problemen angepriesen. Trotzdem soll in ihnen ein Bild aufleuchten, das von der Gegenwart her entworfen wurde.